Hartes Wasser: Mythos und Wahrheit

Batch 5 Image 6

Hartes Wasser gibt es in vielen deutschen Haushalten. Dennoch sind die meisten falsch informiert darüber, wie hartes Wasser wirkt, was es eigentlich enthält und welchen Einfluss es auf uns hat. Hier werfen wir einen Blick auf einige dieser Mythen und widerlegen sie mit Fakten.  

Mythos 1 – Hartes Wasser ist schlecht für die Gesundheit

Vielleicht haben Sie schon mal davon gehört, dass hartes Wasser schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben soll. Jedoch gibt es Beweise dafür, dass es der Gesundheit sogar zuträglich sein kann. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) sagt: „Es scheint keine überzeugenden Beweise zu geben, dass die Wasserhärte negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat“ [1]. In den Vereinigten Staaten hat das National Research Council (NRC, Nationaler Forschungsrat) bewiesen, dass hartes Wasser mit einem Gehalt an Kalzium und Magnesium sogar als Ergänzung für die Ernährung dienen könnte. [2] 

Mythos 2 – Mineralien im Wasser sind Schadstoffe

Angeblich ist hartes Wasser voll von ungesunden Schadstoffen, aber das ist wirklich ein reiner Mythos. Hartes Wasser enthält gewisse Bestandteile, insbesondere Kalzium und Magnesium. Diese sind jedoch nicht gleichzusetzen mit den Bestandteilen, die eine Wasserverschmutzung ausmachen, wie Desinfektionsmittel, Mikroorganismen und anorganische Chemikalien.

Mythos 3 – Wasserenthärter reinigen das Wasser

Diese Behauptung muss man im Zusammenhang mit Mythos 2 sehen: Mineralien an sich sind keineswegs Schadstoffe, und Wasserenthärter reinigen auch keinesfalls das Wasser. Wasserenthärter sollen den hohen Kalziumgehalt im so genannten harten Wasser entfernen oder reduzieren. Ihr einziger Zweck ist es, Mineralien aus dem Wasser aufzunehmen. Für Chemikalien, Ablagerungen oder gar Mikroorganismen sind sie quasi nicht zuständig. Diese können durch richtiges Filtern oder auch ein Kohlefiltersystem entfernt werden.

Mythos 4 – Hartes Wasser macht die Gläser trübe

Auch wenn es wahr ist, dass hartes Wasser Einfluss auf Ihre Gläser haben kann, führt es dennoch nicht zur Trübung (die ein nicht rückgängig zu machender Schaden am Glas ist). Es verursacht die Ansammlung von Rückständen auf der Oberfläche des Glases, was dazu führt, dass es schlierig aussieht. Diese Flecken sind aber einfach zu vermeiden. Hierfür empfehlen wir Finish Klarspüler, der dabei hilft, dass sich die Mineralien nicht auf den Gläsern ablagern, damit sie glänzend aus der Maschine kommen.

Mythos 5 – Hartes Wasser ruiniert Wasserkocher

Hartes Wasser enthält zwar die Elemente, aus denen Kalkablagerungen (oder Kesselstein) entstehen, aber das hat keinerlei Einfluss auf die Zeit, die das Wasser zum Kochen benötigt. Wenn Sie besorgt darüber sind, dass die Ablagerungen Ihrem Wasserkocher schaden könnten, dann füllen Sie ihn einfach zur Hälfte mit Wasser und geben zwei Esslöffel Essig hinzu. Lassen Sie diese Lösung 4 Stunden lang einwirken. Anschließend können Sie den Wasserkocher ausleeren und die gelösten Rückstände entfernen. Spülen Sie den Kocher mit klarem Wasser aus. Wenn nötig, wiederholen Sie den Vorgang.



[1] http://www.who.int/water_sanitation_health/dwq/chemicals/en/hardness.pdf

[2] http://www.water-research.net/hardness.htm